
Der chinesische Begriff für Akupunktur-Therapie, Zhen-Jiu, besteht aus zwei Teilen: Zhen - das Nadelstechen und Jiu - das Brennen von Moxakraut.
Zhen - das NadelstechenDie ersten Akupunktur-Nadeln bestanden aus Stein und wurden vor mehreren Jahrtausenden in China benutzt, um Abszesse zu drainieren. Heute werden feine Metallnadeln von ca. 0,25 mm Dicke an präzise festgelegten Stellen des Körpers, den sog. Foramina, für 20-40 Minuten angebracht. Der Einstich stimuliert anatomische Zielstrukturen, welche die Heilung förden. Diese Behandlung ist schmerzfrei.
Eine moderne Therapieform ist die Elektroakupunktur. Sie beruht wie die klassische Akupunktur auf den Prinzipien von Yin-Yang. Mit Hilfe von Kathode und Anode werden die Akupunkturforamina zusätzlich stimuliert, was die Therapiewirkung beschleunigen kann.
Jiu - das Brennen von Moxakraut (Moxibustion)Moxakraut, Artemisiae vulgaris oder Beifuß, wird z. B. in einem Öfchen angezündet und an die Akupunktur-Nadel gehalten, bis der Patient die Erwärmung spürt. Diese Wärme erreicht über die Metallnadel direkt die tiefen anatomischen Strukturen des menschlichen Körpers und verstärkt dabei die heilende Wirkung. Auch diese Behandlung ist nicht mit Schmerzen verbunden.